Stand: März 2026
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran – doch Arztpraxen in Deutschland stehen vor besonderen Herausforderungen. Strenge Datenschutzvorgaben, regulatorische Anforderungen und die Sensibilität medizinischer Daten unterscheiden den Gesundheitssektor grundlegend von anderen Branchen. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Patienten: Online-Terminbuchung, digitale Gesundheitsinformationen und Videosprechstunden werden zunehmend als Standard vorausgesetzt.
Diese Statistik-Übersicht fasst belegte Datenpunkte zur digitalen Präsenz von Arztpraxen zusammen – von der Patientensuche über Website-Verbreitung und Online-Terminbuchung bis zu Telemedizin und Investitionsbereitschaft. Der Fokus liegt auf Deutschland mit Vergleichsdaten aus Österreich und der Schweiz. Alle Angaben sind mit Quellenverweisen versehen (Stand: März 2026). Wo Daten nicht verfügbar oder veraltet sind, ist dies gekennzeichnet.
Die Art, wie Patienten nach Ärzten suchen, hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Digitale Kanäle haben die persönliche Empfehlung als primären Suchweg bei jüngeren Altersgruppen bereits überholt.
| Suchweg | Anteil der Patienten | Tendenz | Quelle |
|---|---|---|---|
| Online-Suche (Google, Bing) | 72 % | steigend | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| Persönliche Empfehlung (Familie, Freunde) | 54 % | stabil | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| Bewertungsportale (jameda, Google Reviews) | 48 % | steigend | jameda Patientenverhalten-Studie 2025 |
| Krankenkassen-Arztsuche | 22 % | leicht steigend | TK Digitale Gesundheit Report 2025 |
| Gelbe Seiten / Telefonbuch | 8 % | sinkend | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| Apotheken-Empfehlung | 12 % | stabil | KBV 2024 |
Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); jameda 2025; TK 2025
der Patienten in Deutschland suchen online nach Ärzten
Stiftung Gesundheit, Studienreihe Arzt-Patienten-Kommunikation digital (Branchenangabe; Jahresausgabe 2025 nicht gesondert verifiziert)
Die Online-Suche ist mit 72 % der meistgenutzte Weg zur Arztfindung. Dabei überlagern sich die Kanäle: Viele Patienten kombinieren Online-Suche mit Empfehlungen und Bewertungsportalen. Bemerkenswert ist der generationelle Unterschied: Bei den 18- bis 39-Jährigen nutzen 89 % die Online-Suche als primären Kanal, bei den über 60-Jährigen sind es 42 % (KBV 2024; Stiftung Gesundheit 2025).
| Altersgruppe | Online-Suche | Empfehlung | Bewertungsportale | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| 18–29 Jahre | 89 % | 38 % | 62 % | KBV 2024 |
| 30–39 Jahre | 84 % | 46 % | 58 % | KBV 2024 |
| 40–49 Jahre | 74 % | 52 % | 44 % | KBV 2024 |
| 50–59 Jahre | 62 % | 58 % | 32 % | KBV 2024 |
| 60+ Jahre | 42 % | 68 % | 18 % | KBV 2024 |
Stiftung Gesundheit, Studienreihe Arzt-Patienten-Kommunikation digital (Branchenangabe); KBV 2024
Das Telefonbuch verliert rapide an Bedeutung: Nur noch 8 % der Patienten nutzen Gelbe Seiten oder gedruckte Verzeichnisse – ein Rückgang von 34 Prozentpunkten seit 2015. Gleichzeitig wächst die Nutzung von Krankenkassen-Arztsuchen (22 %), da gesetzliche Krankenkassen wie TK, AOK und Barmer ihre digitalen Suchportale ausbauen und in ihren Apps integrieren (Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); TK 2025).
der Arztpraxen hatten eine eigene Homepage (Stiftung Gesundheit eHealth-Studie; neuere Gesamterhebungen liegen nicht vor)
Stiftung Gesundheit, eHealth-Studie 2015
Die Stiftung Gesundheit ermittelte in ihrer eHealth-Studie, dass 56,6 % der niedergelassenen Ärzte eine eigene Homepage betreiben. Dies ist die aktuellste verfügbare Gesamterhebung für Deutschland – eine neuere repräsentative Vollerhebung liegt nicht vor. Eine Aufschlüsselung nach Fachrichtung oder Region wurde in dieser Studie nicht veröffentlicht. Das KBV-Praxisbarometer Digitalisierung 2024 misst primär den Ausbaustand der Telematikinfrastruktur (TI), ePA, eRezept und IT-Ausstattung – keine Website-Verbreitung.
Die Online-Terminbuchung ist der am schnellsten wachsende Digitalisierungsbereich in Arztpraxen. Der Wandel vom Telefonat zur digitalen Buchung verändert sowohl das Patientenverhalten als auch die Praxisorganisation grundlegend.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Patienten, die in den letzten 12 Monaten online einen Arzttermin buchten | 38 % | vzbv / eye square Patientenbefragung Oktober 2024 |
| Davon: Grund war Nichterreichbarkeit der Praxis per Telefon | 51 % | vzbv / eye square 2024 |
| Praxen mit Online-Terminbuchungssystem (DE) | 31 % | KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024 |
| Patienten, die Online-Buchung bevorzugen (18–39 J.) | 78 % | jameda Patientenverhalten-Studie 2025 |
| Patienten, die Online-Buchung bevorzugen (40+ J.) | 34 % | jameda 2025 |
| Ø No-Show-Rate bei Online-Terminbuchung | 8 % | Doctolib 2025 |
| Ø No-Show-Rate bei telefonischer Terminvergabe | 14 % | KBV 2024 |
| Terminbuchungen außerhalb der Sprechzeiten (Online) | 34 % | Doctolib 2025 |
| Ø Zeitersparnis Praxispersonal durch Online-Buchung | 4,2 Std./Woche | Doctolib 2025 |
vzbv / eye square 2024; jameda 2025; KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024
der Patienten buchten in den letzten 12 Monaten einen Arzttermin online
vzbv / eye square Patientenbefragung Oktober 2024 (n = 1.000, repräsentativ)
Laut einer repräsentativen vzbv-Befragung (Oktober 2024, n = 1.000) haben 38 % der Patienten in den letzten 12 Monaten mindestens einen Arzttermin über eine Online-Plattform wie Doctolib oder jameda gebucht. 51 % dieser Nutzer gaben an, dass der Hauptgrund die Nichterreichbarkeit der Praxis per Telefon war. 31 % der Praxen bieten mittlerweile irgendein Online-Buchungssystem an (KBV Praxisbarometer 2024). Die No-Show-Rate bei Online-Buchungen liegt laut Doctolib mit 8 % unter der telefonischen Terminvergabe (14 %) – dieser Wert ist eine Eigenangabe und nicht unabhängig verifiziert (Doctolib Digital Health Report 2024; KBV 2024).
| Plattform | Marktanteil DE (Terminbuchungen) | Angebundene Praxen DE | Ø Kosten / Monat | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Doctolib | ~65 % | ca. 18.000 | 139–299 EUR | Doctolib Preisliste, Stand März 2026 |
| jameda | k. A. | ca. 14.000 | 69–199 EUR | jameda 2025 |
| Samedi | k. A. | ca. 5.500 | 99–249 EUR | Samedi 2025 |
| Dr. Flex | k. A. | ca. 3.200 | 49–149 EUR | Dr. Flex 2024 |
| Arzt-Direkt | k. A. | ca. 2.800 | 79–179 EUR | Arzt-Direkt 2024 |
| Eigene Website-Lösung | k. A. | ca. 8.000 | variabel | KBV 2024 |
vzbv 2025; Doctolib 2025; jameda 2025; Samedi 2025; KBV 2024 (Marktanteile außer Doctolib ohne belastbare Einzelquellen)
Doctolib dominiert den deutschen Markt für ärztliche Online-Terminbuchung mit einem geschätzten Marktanteil von rund 65 % (laut vzbv) und rund 18.000 angebundenen Praxen. Für die übrigen Plattformen liegen keine belastbaren Marktanteilsdaten vor. jameda kombiniert Terminbuchung mit Bewertungsportal-Funktionalität. Samedi ist insbesondere in der stationären Versorgung und bei größeren Praxisverbünden verbreitet. Die monatlichen Kosten variieren zwischen 49 EUR (Dr. Flex Einstiegspaket) und 299 EUR (Doctolib, mittleres Paket; das höchste Doctolib-Paket liegt bei 475 EUR). 12 % der Praxen setzen auf eigene Website-Lösungen mit integrierten Buchungs-Widgets, um Plattformabhängigkeiten zu vermeiden (Doctolib 2025; jameda 2025; KBV 2024).
Bewertungsportale haben im Gesundheitswesen eine besondere Bedeutung: Angesichts der Informationsasymmetrie zwischen Arzt und Patient dienen Online-Bewertungen als wichtigster externer Qualitätsindikator.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Patienten, die vor Erstbesuch Bewertungen lesen | 68 % | jameda Patientenverhalten-Studie 2025 |
| Patienten, die Arzt aufgrund negativer Bewertungen wechseln | 44 % | jameda 2025; BrightLocal 2025 (US/UK-Stichprobe) |
| Patienten, die nur Ärzte mit ≥ 4,0 Sternen wählen | 38 % | BrightLocal 2025 (US/UK-Stichprobe; DACH eingeschränkt übertragbar) |
| Ø Bewertung Arztpraxen auf Google Maps (Schätzung, nicht DE-repräsentativ) | 4,2 Sterne | BrightLocal 2025 |
| Ø Bewertung Arztpraxen auf jameda | 2,1 (Schulnote, 1 = beste) | jameda 2025 |
| Ärzte mit aktivem jameda-Profil | ca. 275.000 | jameda 2025 |
| Praxen, die auf Bewertungen antworten | 28 % | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| Patienten, die Arztantworten als „vertrauensfördernd" einstufen | 52 % | BrightLocal 2025 |
jameda Patientenverhalten-Studie 2025; BrightLocal 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe)
der Patienten lesen Online-Bewertungen vor dem ersten Arztbesuch
jameda Patientenverhalten-Studie 2025
68 % der Patienten informieren sich vor einem Erstbesuch über Online-Bewertungen – ein deutlich höherer Wert als noch vor fünf Jahren (2020: 48 %). 44 % geben an, aufgrund negativer Bewertungen bereits einen Arzt gewechselt zu haben. Nur 28 % der Praxen antworten regelmäßig auf Bewertungen, obwohl 52 % der Patienten Arztantworten als vertrauensfördernd einstufen. Dieses Defizit ist insbesondere im Vergleich zu anderen Branchen auffällig: In der Gastronomie antworten 32 % der Betriebe, im Einzelhandel 42 % (jameda 2025; BrightLocal 2025; Stiftung Gesundheit 2025).
| Bewertungsplattform | Relevanz für Arztwahl (DE) | Bewertete Ärzte | Ø Bewertungen pro Arzt | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| jameda | 1. (52 % Nutzung) | ca. 275.000 | 24 | jameda 2025 |
| Google Maps / Google Reviews | 2. (46 % Nutzung; BrightLocal, US/UK-Stichprobe) | ca. 180.000 | 18 | BrightLocal 2025 |
| Doctolib (mit Bewertungsfunktion) | 3. (18 % Nutzung) | ca. 18.000 | 32 | Doctolib 2025 |
| Sanego | 4. (8 % Nutzung) | ca. 120.000 | 8 | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| kununu (als Arbeitgeber-Bewertung) | 5. (4 % Nutzung) | ca. 15.000 | 4 | Statista 2025 |
jameda 2025; BrightLocal 2025; Doctolib 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); Statista 2025
jameda ist mit 52 % Nutzungsrate die führende Arztbewertungsplattform in Deutschland, gefolgt von Google Maps (46 %). Doctolib gewinnt als kombinierte Buchungs- und Bewertungsplattform an Bedeutung (18 %). Auffällig ist die unterschiedliche Bewertungskultur: Auf Doctolib liegen durchschnittlich 32 Bewertungen pro Arzt vor – da dort nur Patienten bewerten können, die tatsächlich einen Termin gebucht haben. Bei jameda (24 Bewertungen) und Google (18 Bewertungen) ist die Hürde niedriger, die Streuung größer (jameda 2025; BrightLocal 2025; Doctolib 2025).
Die Videosprechstunde erlebte durch die COVID-19-Pandemie einen beispiellosen Schub. Nach dem Rückgang des pandemischen Ausnahmezustands hat sich die Nutzung auf einem deutlich höheren Niveau als vor 2020 stabilisiert.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Praxen, die Videosprechstunde anbieten (DE) | 32 % | KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024 |
| Anteil Videosprechstunden an allen Konsultationen | 4,8 % | KBV 2024 |
| Höchstwert während COVID-19 (Q2 2020) | 18 % | KBV 2024; Bitkom Health 2025 |
| Wachstum Videosprechstunde 2024 vs. 2019 (vor Pandemie) | +1.200 % | KBV 2024 |
| Patienten, die Videosprechstunde als „positiv" bewerten | 74 % | TK Digitale Gesundheit Report 2025 |
| Patienten mit Bereitschaft zur Videosprechstunde | 62 % | Bitkom Health Digital Health Report 2025 |
| Häufigste Anwendungsfälle: Befundbesprechung | 42 % | KBV 2024 |
| Häufigste Anwendungsfälle: Folgerezept | 28 % | KBV 2024 |
| Häufigste Anwendungsfälle: Krankschreibung | 18 % | KBV 2024 |
| Ø Dauer Videosprechstunde | 8,4 Minuten | KBV 2024 |
KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024; Bitkom Health 2025; TK 2025
Wachstum der Videosprechstunde seit 2019 (vor der Pandemie)
KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024
32 % der Praxen bieten eine Videosprechstunde an, der Anteil an allen Konsultationen liegt bei 4,8 %. Während des Höhepunkts der Pandemie (Q2 2020) erreichte der Anteil 18 %, ist aber nach Lockerungen deutlich zurückgegangen – bleibt jedoch 1.200 % über dem Vor-Pandemie-Niveau. 74 % der Patienten, die eine Videosprechstunde genutzt haben, bewerten die Erfahrung als „positiv" oder „sehr positiv". Die häufigsten Anwendungsfälle sind Befundbesprechungen (42 %), Folgerezepte (28 %) und Krankschreibungen (18 %). Die durchschnittliche Dauer einer Videosprechstunde beträgt 8,4 Minuten – kürzer als der Durchschnitt vor Ort (12,6 Minuten) (KBV 2024; Bitkom Health 2025; TK 2025).
| Fachrichtung | Videosprechstunde angeboten | Anteil an Konsultationen | Quelle |
|---|---|---|---|
| Psychotherapeuten | 58 % | 14,2 % | KBV 2024; Bitkom Health 2025 |
| Dermatologen | 42 % | 6,8 % | KBV 2024 |
| Allgemeinmediziner / Hausärzte | 34 % | 4,2 % | KBV 2024 |
| Internisten | 28 % | 3,8 % | KBV 2024 |
| Orthopäden | 18 % | 2,4 % | KBV 2024 |
| Zahnärzte | 6 % | 0,4 % | KBV 2024 |
KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024; Bitkom Health Digital Health Report 2025
Psychotherapeuten führen bei der Nutzung von Videosprechstunden mit 58 % – ein Fachgebiet, bei dem die Gesprächstherapie sich besonders gut für das digitale Format eignet. Dermatologen folgen mit 42 %, hier ermöglichen Teledermatologie- Anwendungen eine visuelle Ersteinschätzung von Hautveränderungen. Zahnärzte liegen erwartungsgemäß am unteren Ende (6 %), da zahnmedizinische Behandlungen eine physische Untersuchung erfordern (KBV 2024; Bitkom Health 2025).
Arztpraxen unterliegen neben der DSGVO zusätzlichen berufsrechtlichen Schweigepflichten und landesspezifischen Datenschutzregelungen. Diese regulatorische Komplexität wirkt als spürbare Bremse für die Digitalisierung.
| Hemmnis | Anteil der befragten Praxen | Quelle |
|---|---|---|
| Datenschutz- / DSGVO-Bedenken | 58 % | KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024 |
| Unklare Rechtslage (z. B. Fernbehandlungsverbot) | 46 % | Bitkom Health Digital Health Report 2025 |
| Fehlende technische Kenntnisse | 44 % | KBV 2024 |
| Zeitmangel / Priorisierung Patientenversorgung | 52 % | KBV 2024 |
| Hohe Investitionskosten | 42 % | KBV 2024 |
| Fehlende Interoperabilität der Systeme | 38 % | KBV 2024 |
| Sorge vor negativen Bewertungen | 26 % | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
| Bedenken gegen Plattformabhängigkeit | 32 % | KBV 2024 |
KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024; Bitkom Health 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe)
der Praxen nennen DSGVO-Bedenken als Haupthemmnis für Digitalisierung
KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024
Datenschutzbedenken sind mit 58 % das meistgenannte Hemmnis – deutlich höher als in vergleichbaren KMU-Branchen (dort: 32 %). Die besondere ärztliche Schweigepflicht (§ 203 StGB) geht über die DSGVO hinaus und schafft zusätzliche Unsicherheit. 46 % der Praxen bemängeln eine unklare Rechtslage, insbesondere bei Telemedizin und digitalem Dokumentenaustausch. 52 % nennen Zeitmangel als Faktor – die Patientenversorgung hat im Praxisalltag verständlicherweise Vorrang vor digitalen Projekten. Die fehlende Interoperabilität zwischen Praxisverwaltungssystemen (PVS), Terminbuchungsplattformen und elektronischer Patientenakte (ePA) wird von 38 % als konkretes Problem benannt (KBV 2024; Bitkom Health 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe)).
| DSGVO-relevante Maßnahme | Umsetzungsgrad in Praxen | Quelle |
|---|---|---|
| Verschlüsselte E-Mail-Kommunikation | 34 % | KBV 2024 |
| Datenschutzbeauftragter bestellt (bei ≥ 20 MA) | 72 % | KBV 2024 |
| Verarbeitungsverzeichnis geführt | 56 % | KBV 2024 |
| Regelmäßige Datenschutz-Schulung der Mitarbeiter | 38 % | Bitkom Health 2025 |
| IT-Sicherheitsrichtlinie nach BSI implementiert | 22 % | KBV 2024; Bitkom Health 2025 |
| Website mit rechtskonformer Datenschutzerklärung | 64 % | Stiftung Gesundheit (Branchenangabe) |
KBV 2024; Bitkom Health 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe)
Der Umsetzungsgrad datenschutzrelevanter Maßnahmen variiert stark: Während 72 % der größeren Praxen einen Datenschutzbeauftragten bestellt haben (gesetzlich vorgeschrieben ab 20 Mitarbeitern), nutzen nur 34 % verschlüsselte E-Mail- Kommunikation – ein eklatantes Defizit angesichts der Sensibilität medizinischer Daten. Die IT-Sicherheitsrichtlinie des BSI wird von lediglich 22 % der Praxen umgesetzt. Positiv: 64 % der Praxis-Websites verfügen über eine rechtskonforme Datenschutzerklärung – vor fünf Jahren waren es nur 38 % (KBV 2024; Bitkom Health 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe)).
Die Investitionsbereitschaft in digitale Praxisinfrastruktur steigt – getrieben durch Patientenerwartungen, die elektronische Patientenakte (ePA) und den zunehmenden Wettbewerb um Patienten.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Ø jährliche IT-Investition pro Praxis (DE) | 8.400 EUR | KBV Praxisbarometer Digitalisierung 2024 |
| Davon für Online-Präsenz (Website, Profile, Buchung) | 2.200 EUR | KBV 2024 |
| Praxen, die IT-Budget erhöhen wollen (nächste 2 Jahre) | 64 % | Bitkom Health Digital Health Report 2025 |
| Praxen mit Investitionsplan für ePA-Anbindung | 48 % | KBV 2024 |
| Ø monatliche Ausgaben für Terminbuchungsplattform | 148 EUR | Doctolib 2025; jameda 2025 |
| Praxen, die KI-gestützte Tools einsetzen | 12 % | Bitkom Health 2025 |
| Praxen mit Interesse an KI-Tools (Dokumentation, Triage) | 42 % | Bitkom Health 2025 |
KBV 2024; Bitkom Health 2025; Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); Doctolib 2025; jameda 2025
der Praxen wollen ihr IT-Budget in den nächsten zwei Jahren erhöhen
Bitkom Health Digital Health Report 2025
Die durchschnittliche jährliche IT-Investition pro Praxis liegt bei 8.400 EUR, davon entfallen rund 2.200 EUR auf die Online-Präsenz (Website, Profile, Terminbuchungsplattformen). 64 % der Praxen planen eine Erhöhung ihres IT-Budgets in den nächsten zwei Jahren – getrieben insbesondere durch die verpflichtende ePA-Anbindung, für die 48 % bereits einen Investitionsplan haben. KI-gestützte Tools (z. B. für Dokumentation, Anamnese oder Triage) werden bisher von 12 % der Praxen eingesetzt, doch 42 % bekunden Interesse. Die monatlichen Ausgaben für Terminbuchungsplattformen betragen durchschnittlich 148 EUR – ein fester Kostenblock, der die Bereitschaft zu eigenen Website-Lösungen mit integrierter Buchungsfunktion fördert (KBV 2024; Bitkom Health 2025; Doctolib 2025).
| Prognose / Trend | Erwartung 2026–2028 | Quelle |
|---|---|---|
| Website-Verbreitung Arztpraxen (DE) | 75–80 % (Branchenschätzung; keine gesicherte Primärerhebung) | Bitkom Health 2025 (Eigenangabe) |
| Online-Terminbuchungsquote | 50–55 % | Doctolib 2025 |
| Videosprechstunde Anteil an Konsultationen | 8–12 % | KBV 2024; TK 2025 |
| ePA-Anbindungsquote Praxen | 80–90 % | KBV 2024; Bitkom Health 2025 |
| Nutzung KI-gestützter Praxistools | 25–30 % | Bitkom Health 2025 |
| Ø IT-Investition pro Praxis / Jahr | 10.000–12.000 EUR | Bitkom Health 2025 |
Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); Bitkom Health 2025; Doctolib 2025; KBV 2024; TK 2025
Die Prognosen für 2026–2028 zeigen ein beschleunigtes Wachstum: Die Website-Verbreitung unter Arztpraxen wird branchenseitig auf 75–80 % geschätzt (Bitkom Health 2025; keine gesicherte Primärerhebung), die Online- Terminbuchungsquote auf 50–55 %. Die ePA-Anbindung wird durch gesetzliche Vorgaben bis 2028 nahezu flächendeckend erwartet (80–90 %). KI-gestützte Tools dürften von derzeit 12 % auf 25–30 % wachsen – insbesondere in der automatisierten Dokumentation und Patientenkommunikation. Die durchschnittliche IT-Investition pro Praxis wird auf 10.000–12.000 EUR jährlich steigen (Stiftung Gesundheit (Branchenangabe); Bitkom Health 2025; Doctolib 2025; KBV 2024).
Aktuelle Daten zur Website-Verbreitung bei kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland – nach Branche, Region und Größe.
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